Okay, ich versuch es nochmal zu erklären. Möglich ist das, was ich will, auf jeden Fall, weil InDesign es kann.
Dort kann man als Zeichenformat das obere Schriftarten-Feld leer lassen und im unteren Feld den Schriftschnitt auswählen. Entsprechend erhält man beim Klick auf das Dropdown-Menü eine Auswahl sämtlicher verfügbarer Schnitte aller installierter Schriftarten (zumindest glaube ich, dass es so funktioniert). Sieht dann so aus:
Klick.
Wählt man jetzt im Absatzstil 1 den Font Alegreya Regular, markiert ein Wort zum Hervorheben und wählt als Zeichenstil einen, den man sich für Fettierung angelegt hat (in dem nichts anderes eingestellt ist, als das obere Schriftarten-Feld freizulassen und im unteren Schriftschnitt-Feld Bold ausgewählt zu haben), ist das Wort in Alegreya Bold geschrieben. Jetzt lege ich mir einen zweiten Absatzstil an mit Alegreya Sans als Schriftart. Diesen Absatzstil 2 wende ich nun auf den Absatz mit dem fettierten Wort an. Der Absatz wird serifenlos inklusive des fettierten Wortes, das aber fett bleibt. Das geht auch in umgekehrter Reihenfolge: Ich kann auf einen weiteren Absatz den Absatzstil 2 anwenden, also Alegreya Sans, und dann ein Wort im eben eingerichteten Zeichenstil formatieren. Das funktioniert, das Wort bleibt serifenlos, wird aber fett.
Das funktioniert mit allen Schriftarten, die einen Schnitt haben, der Bold heißt. Hat eine Schrift keinen Bold-Schnitt, wird der entsprechene Zeichenstil einfach nicht angewendet (weil er nur - wenn möglich - auf Bold umstellt).
Da wird nichts gepfuscht, nichts ist außerhalb der Kontrolle des Layouters, die Arbeit wird nur etwas leichter (und mMn intuitiver), wenn man zufällig Schriftarten benutzt, die bestimmte Stile (wie die Standards Bold, Italic und Bold Italic) gleich benannt haben. Und das sind gar nicht mal so wenige.